80 Jahre ist es jetzt her, als die alliierten Truppen mit der Invasion in der Normandie entscheidend dazu beitrugen, Nazi-Deutschland zu schwächen und den irrwitzigen zweiten Weltkrieg zu beenden.
Es gab unzählige Opfer auf allen Seiten. Auch die französische Zivilbevölkerung musste viel Leid ertragen.
Ich bin jetzt 61 Jahre alt und kenne die Bedeutung des D-Days seit ca. 55 Jahren. Durch Gespräche mit meinem Opa, meinen Eltern und später in der Schule lernte ich, dass dieses Gedenken mit Ehrfurcht und dem innigen Wunsch für Frieden zu tun hat. Man brachte mir bei, meine Lehren zu ziehen und zu erkennen, dass man es nie wieder so weit kommen lassen darf. Die Rolle Deutschlands war stets Diplomatie und militärische Zurückhaltung.
Und die Erkenntnis war richtig und ist auch immer noch richtig. Auch wenn es heute nicht mehr die offizielle Meinung ist.

Aber warum erzähle ich das?
Tja, auch dieses Jahr wollte ich den D-Day nachdenklich verbringen. Und so schaltete ich die Übertragung der offiziellen Gedenkfeier in der Normandie ein. Übertragen in der ARD.
Aber das hätte ich vielleicht besser nicht getan!

Es war keine Gedenkfeier. Daran änderten auch die paar Veteranen nichts, die noch am Leben sind und dabei waren.
Es war eine Jubelfeier und Selbstbeweihräucherung der NATO-Staaten, ganz vorne mit dabei, der wie immer provokativ in Frontfarben gekleidete Selenskyj. Warum auch immer er dabei war und Wladimir Putin nicht eingeladen war, ist überhaupt nicht zu verstehen. Vermutlich war es einfach als Beleidigung und Ächtung Russlands gemeint. Und das, obwohl Russland den größten Blutzoll zahlen musste, bis Hitlerdeutschland kapitulierte.
Selenskyj war dann wohl eher eine Provokation, als ein Meilenstein der Demokratie und der Diplomatie. Er hatte nichts zu suchen zwischen Biden, Scholz, Macron und Trudeau! Allein das war ein Affront gegen die historische Bedeutung dieses Tages.

Auch in den Reden der „Führer“ der westlichen Welt war deutlich herauszuhören, dass es eigentlich mehr um die Kriegspläne Europas gegen Russland geht, als tatsächlich um den D-Day.

Für all das konnte die ARD natürlich nichts. Auch wenn alle Außen-Journalisten vor Ort kein kritisches Wort über die Lippen bekamen. Aber das erwartet man heutzutage ja gar nicht mehr.
Der Erhalt ihres Jobs scheint zwischenzeitlich davon abhängig zu sein, nichts zu hinterfragen.
Aber als dann auch noch als Pausenfüller und Dauerwerbesendung der Bertelsmann Stiftung deren Vorständin und Mitglied der französischen Ehrenlegion Frau Daniela Schwarzer zu Wort kam, wurde es nur noch unerträglich.
Immer wieder durfte sie ihre etwas einfältigen und einseitigen Denkergüsse zum Besten geben. Natürlich ohne kritische Gegenfragen oder gar Einwände. Wie immer eben.
Ihre Denke ist so herrlich linientreu, dass es irgendwie schon lächerlich wirkte. Die feuchten Kriegsträume einer sogenannten Expertin und Aushängeschild der Bertelsmann-Stiftung, die nichts im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu suchen hat.

Aber eigentlich ist mir die Meinung von Frau Schwarzer egal. Schlimm finde ich, dass die ARD ihrem Auftrag zur politischen Bildung und neutralen Berichterstattung in keiner Weise gerecht wird.
Die Vorstellung, dass vielleicht ein Lehrer seinen Schülerinnen und Schülern als Hausaufgabe das Anschauen dieser Übertragung gegeben hat, macht mir Angst und Bauchschmerzen zugleich.
Es war tatsächlich übelste Propaganda, Verherrlichung der NATO und das Heraufbeschwören eines dritten Weltkrieges. Und das ausgerechnet am Jubiläum des D-Days. Sehr viele Soldaten werden sich daraufhin im Grabe herumgewälzt haben. Dafür haben sie ihr Leben sicher nicht gegeben.

Hätte ich noch kleine Kinder, ich würde ihnen langsam verbieten, die sogenannten Informationssendungen der ARD anzuschauen. Das hilft nämlich nichts beim Bilden einer Meinung. Es wird einem eh nur der Blickwinkel der Regierung vorgetragen. Trauriger geht es nicht!
Übrigens ist das ZDF schon lange keine Option mehr. Die haben sich mit noch mehr Kritiklosigkeit und noch einseitigerer Berichterstattung schon lange ins Aus geschossen.

Und noch etwas zum Schluss.
Die Soldaten damals haben alles für diese Invasion aufs Spiel gesetzt. Aber nicht freiwillig oder gar heldenhaft! Wohl alle hätten in dieser Situation nie die Landungsboote verlassen, hätten sie wirklich eine Option gehabt. Aber sie wären einfach als Desserteure erschossen worden. Das ist die Grausamkeit des Krieges! Heldenverehrung hat damit nichts zu tun! Diese Realität sollten wir in der heutigen Zeit nie aus den Augen verlieren. Sie gilt auch für den Krieg in der Ukraine.

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