Dieser Text entstand nach dem Lesen eines Artikels bei den Nachdenkseiten.
Weiter unten verweise ich auf diesen absolut lesenswerten Text!

Jetzt bin ich über 60 Jahre alt und erlebe z. Z. ein Deutschland, vor dem ich mich fürchte und dessen Veränderung ich mir in den vergangenen 40 Jahren nicht hätte vorstellen können.
Politiker, die nur noch von Demokratie reden und uns aber gleichzeitig vorschreiben, wie wir zu denken haben. Staatsräson ist keine Form von Demokratie und auch kein Ersatz für Meinungsfreiheit!
Werte, wie Frieden, Gerechtigkeit, Gleichheit, Redefreiheit usw. werden von der Politik selbst in Frage gestellt und aktiv abgeschafft. Aber dann darüber klagen, wenn man keinen Respekt mehr vor der politischen Führung haben kann. Selbst im Bundestag scheint es keine Redefreiheit und keine Demokratie mehr zu geben. Redet ein Politiker von Frieden, wird er mehr oder weniger zum Teufel gejagt.

Warum sind alle Werte und Ideale, die vor 40 Jahren galten, heute nicht mehr gültig? Ist das, was wir aus unserer Geschichte gelernt haben, heute nicht mehr aktuell?
Auch heute noch ist einseitige Nato-Osterweiterung wenig zielführend, und ein Krieg mit Russland ist unverändert dumm und gefährlich.
Völkermord ist weiterhin illegal! Wie vor 40 Jahren. Auch wenn er von Israel begangen wird! Staatsräson hin oder her.
Und Atomwaffen sind auch immer noch entsetzliche Massenvernichtungswaffen, die verboten gehören.

Tja, was ist nun heute anders? Und kommt jetzt bitte nicht mit der Ukraine! Man hätte sich nur an das Versprechen an Russland halten müssen und die Nato-Osterweiterung in der Ukraine verhindern. Dann wäre es heute bedeutend friedlicher.

Warum glaubt die Bevölkerung dieses Landes, und wohl auch dessen Medien, an die alten Regeln des Krieges?

Warum hören wir uns dieses schwachsinnige, kriegsverherrlichende Geschwafel unseres Verteidigungsministers ohne Aufschrei an?
Ganz zu schweigen von der FDP-Kriegs-Lobbyistin, die regelmäßig sogar im Öffentlich-Rechtlichen sehr viel Zeit für ihre Kriegspropaganda bekommt. Öffentlich-Rechtlich! Da kann man eigentlich nur weinen!

Warum akzeptieren wir still die Einführung eines „Veteranentages“, obwohl ein Gedenktag an all die Coronahelden, die dieses Land am Laufen hielten, immer noch aussteht?

Ist es die deutsche Sehnsucht nach Patriotismus und Uniformen? Na dann gute Nacht!

Was bin ich froh, dass ich so alt bin und eine andere Zeit erleben durfte. Eine Zeit mit Werten, Politiker mit Idealen, Medien mit Neutralität und einer Bevölkerung, die selbst nachdachte und sich nicht von allem und jedem beeinflussen ließ.
Und oft habe ich mir in letzter Zeit überlegt, wie wir damals mit dem heutigen Geschehen umgegangen wären. Dies beschäftigte mich fast täglich.
Und jetzt habe ich bei den Nachdenkseiten einen Artikel gelesen, der sich genau mit dieser Idee beschäftigt. Ein genialer Text, der mich traurig macht, weil er so deutlich zeigt, was wir alles verloren haben.
Und diesen Artikel möchte ich Euch ans Herz legen. Diejenigen, die ähnlich alt sind wie ich, wissen, um was es geht. Und für alle Jüngeren sollte es ein Zeichen dafür sein, dass die heutige Richtung nicht gottgegeben ist, sondern einzig und allein durch die Interessen Einzelner provoziert ist.

Also dann: Lest den Artikel und entrüstet Euch!

„Kriegstüchtig“ – oder: Wie wäre das eigentlich vor 40 Jahren gewesen?

Ein Artikel von Leo Ensel

Verteidigungsminister Pistorius’ Direktive, Deutschland müsse „kriegstüchtig“ werden, wurde von der betroffenen Bevölkerung mit bemerkenswerter Schicksalsergebenheit hingenommen. Der fällige Aufschrei blieb nicht nur aus, der forsche Minister wurde auch noch prompt zum beliebtesten Politiker gekürt. – Vor 40 Jahren wäre das etwas anders gewesen. Von Leo Ensel mit freundlicher Genehmigung von Globalbridge.

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