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The Dead South im LKA Stuttgart. Eine Katastrophe!

Am 4. April 2019 besuchte ich das schlechteste Konzert meines bisherigen Lebens! Und ich benötigte tatsächlich eine Woche Zeit, um den nötigen Abstand zu haben, um sachlich darüber berichten zu können.

Ich freute mich wirklich sehr auf The Dead South, eine kanadische Folk- und Countryband mit teils witzigen Elementen. Ich höre ihre Musik schon länger und habe auch zwei Alben zuhause. Kann mich also tatsächlich als Fan bezeichnen.
Also warf ich mich an diesem Abend in Schale und lief Richtung LKA in Stuttgart. Ja, ich wohne da so in der Nähe, dass ich tatsächlich zu Fuß hingehen kann.
Doch was ich dann erlebte, war irgendwie der Hammer!

 

Das LKA ist eine alte Halle, ohne jede Akustik, ohne ernsthaft erhöhte Bühne und offensichtlich ohne jede Organisation! Die Halle wurde so dermaßen vollgestopft mit Menschen, dass eigentlich jede Brandschutz-Überprüfung zum sofortigen Abbruch der Veranstaltung hätte führen müssen. Keine Absperrungen, keine Gänge, also auch keine Möglichkeiten sich zu bewegen. Eine Zumutung für alle Besucher. Besonders aber für die, die wirklich ins LKA kamen, um einen Konzertabend zu verbringen, der den Namen auch verdient. Die ersten Reihen konnten vermutlich etwas erkennen, aber die Mehrzahl konnte einzig und allein den miserablen Ton, die ungesteuerte Lautstärke und das Scheppern alter Lautsprecher genießen.

Veranstalter solcher Konzerte sollten gewisse Standards einhalten. Im LKA scheint aber eher der Profit wichtig zu sein und weniger die Qualität eines Konzertes. Schade! Ich gehöre zu den Menschen, die lieber etwas mehr bezahlen und dann aber auch etwas dafür bekommen.
Das LKA werde ich sicher nicht mehr als Konzert-Veranstaltungsort in Erwägung ziehen.
Doch es lag nicht nur am unprofessionellen Ort!

Das Vorprogramm zog sich unglaublich in die Länge! Zwei Vorgruppen, wobei die erste, ein Gitarrist mit ganz schönen Folknummern, wenigstens zum Abend passte. Leider schepperte es so heftig, dass man die Texte nicht verstand und der Gitarrensound in den Ohren schmerzte. Keine Ahnung, warum man es nicht einfach leiser drehte, wenn die Anlage die Power nicht hat, um gut zu klingen.
Die zweite Gruppe war eine texanische Rockband, die überhaupt nicht zum Abend passte! Ihr Sound grenzte an Körperverletzung und war einfach nur schlecht! Die verschiedenen Instrumente waren gar nicht als solche zu erkennen bzw. zu differenzieren.

The Dead South selbst hatte keinerlei Skrupel ihre Fans eine Ewigkeit warten zu lassen. Entweder sie leiden an Größenwahn oder sie hatten einfach keine Lust auf die Bühne zu kommen.
Ihr Sound war tatsächlich besser, da leiser und auch korrekt gemischt, doch war das Gesamterlebnis eine echte Katastrophe!

Als ich mich dann irgendwann zur Bar durchgekämpft hatte, musste ich daran denken, dass der Abend mir vielleicht den Spaß an der durchaus guten Musik von The Dead South irgendwie kaputt machen könnte. Und so nahm ich mein Bier und verschwand einfach.
Es war die beste Entscheidung des Abends!

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